| Tip: WLAN Sicherheit in
Funknetzwerken
Ein Funknetzwerk (Wireless Local
Aria Network) ist schwerer zu sichern als ein Kabelnetzwerk, es
ist einfacher „anzuzapfen“ und mit geeigneten Programmen und
relativ wenig Aufwand kann der Datenverkehr abgehört bzw.
abgefangen werden. Noch einfacher ist das „Datenlauschen“
lediglich bei Funktastaturen. Gerade die modernen Mobile Devices,
wie iPhone/iPad/Tablet PCs führen jedoch zu einem vermehrten
Einsatz von WLAN in Industrie und Gewerbe. Daher hier unsere (nicht
vollständigen) Tips zur Sicherung von Funknetzwerken mit
„Boardmitteln“.
1. Das
Einschalten
Verwenden Sie Funksender nur wenn diese benötigt werden, nach
Büroschluss bzw. bei Nichtverwendung kann der Funkbetrieb
(zeitgesteuert) abgeschaltet werden. Die Reichweite kann oft
durch Verringerung der Sendeleistung bzw. durch geeignete Wahl
des Standortes gezielt beschränkt werden.
2. SSID-Name
ändern und Broadcast deaktivieren
SSID ist der Name eines drahtlosen Netzwerkes, er ist in aller
Regel in Access Points und Wireless Routern voreingestellt
(oft der Geräte- oder Markenname) und wird meist auch per Funk
übertragen und ist somit jedem veröffentlicht, der sich in
Reichweite aufhält. Ändern Sie die SSID und schalten Sie die
Funkübertragung ab. Das verhindert zumindest das unabsichtliche
verbinden von Dritten. Sichtbar bleibt das Netz jedoch für
moderne Clients und auch das „sniffen“ der SSID ist heute keine
technische Herausforderung mehr. Die selbst gewählte SSID des
Access Point oder Router sollte keine Rückschlüsse auf
verwendete Komponenten (Hardware, Software) Einsatzzweck oder
Einsatzort ermöglichen.
2. DHCP
abschalten
Durch DHCP (Dynamic Host Configuration Protokoll) ist die
automatische Einbindung eines Computers in ein bestehendes
Netzwerk ohne dessen manuelle Konfiguration möglich, das ist
bequem, aber eben auch für einen ungebetenen Netzwerkbenutzer.
Manuelle Einstellungen von IP-Adressen bedeutet mehr Arbeit und
damit erhöhten Aufwand.
3.
Verschlüsselung aktivieren
WEP (Wired Equivalent Privacy) sollte als ehemaliger Standard
sowohl den Zugang zum LAN regeln, als auch die Vertraulichkeit
und Integrität der Daten sicherstellen und zwar so sicher, wie
in verdrahteten Netzen, - ein frommer Wunsch! Das Verfahren gilt
heute (20.05.2012) als unsicher und wird nur noch als „Besser-als-Nichts-Verfahren“
eingesetzt. Trotzdem sollte man sich selbst immer die
verwendeten Schlüssel tunlichst merken, um nicht irgendwann
selbst ausgesperrt zu sein. WEP wurde von WPA2 (Wi-Fi Protected
Access) abgelöst. Sicherheitsfördernd ist hier die Wahl eines
sicheren WPA-Netzwerkschlüssel (auch Pre-Shared-Key oder
Passphrase genannt). Dieser sollte die maximale Schlüssellänge
(63 Zeichen) nutzen, möglichst in loser Kombination von
Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, um Brute-Force- oder
Wörterbuchangriffe zu erschweren. Auch WPA2 steht seit 2010 im
Verdacht Sicherheitslücken zu haben.
4.
MAC-Adressen-Filter aktivieren
Oft empfohlen aber faktisch wirkungslos, MAC-Adressen werden
unverschlüsselt übertragen und sind zudem leicht zu
manipulieren.
5.Passwort
Das Standard-Passwort des Access Points sollten Sie nach
Inbetriebname ändern bzw. überhaupt ein Passwort setzen. Die
Kombination admin/password ist dabei weniger gut geeignet und
zudem oft auch das voreingestellte Standard-Passwort, das für
die meisten Geräte im Internet veröffentlciht sind.
6.Fernkonfiguration
Im Access Point oder Router sollte, sofern vorhanden, die
Fernkonfiguration abgestellt werden und die WLAN-Konfiguration
disabled werden. d.h. die Konfiguration sollte nur mehr am
kabelgebundenen Lan möglich sein.
7. VLAN
Trennen Sie Access Points vom restlichen (kabelgebundenen)
Netzwerkteil mit Hilfe von VLANs und gleichzeitiger Einsatz
einer Firewall zwischen den Netzwerkteilen. 8. Updates Viele
Hersteller pflegen die Software bzw. das Betriebssystem Ihrer
Router / Access Points und bieten mit Firmwareupdates
sicherheitsrelevante Aktualisierungen, auf die sie nicht
verzichten sollten.
8. Updates
Viele Hersteller pflegen die Software bzw. das Betriebssystem
Ihrer Router / Access Points und bieten mit Firmwareupdates
sicherheitsrelevante Aktualisierungen, auf die sie nicht
verzichten sollten.
Wir beraten Sie gerne.
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